Biophysics

Biosystematik by Guillaume Lecointre, Hervé Le Guyader

Posted On March 24, 2017 at 1:10 pm by / Comments Off on Biosystematik by Guillaume Lecointre, Hervé Le Guyader

By Guillaume Lecointre, Hervé Le Guyader

Wussten Sie, dass Sie mit einem R?hrling n?her verwandt sind als mit einem G?nsebl?mchen oder V?gel den Krokodilen n?her sind als Eidechsen? In den letzten 30 Jahren sind die Methoden der Klassifikation des Lebens v?llig neu ?berdacht worden. Das Resultat stellt die bisherige Einteilung der mehr als 2 Millionen bekannten Arten auf den Kopf. Das Buch hilft, die organismische Vielfalt zu bew?ltigen, indem wesentliche Einteilungs- und Ordnungskriterien vorgestellt und bedeutende stammesgeschichtliche Entwicklungslinien diskutiert werden.

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Insbesondere das Kladogramm ermöglicht uns eine „sparsame“ Aufdeckung von Erfolgen (bestätigte Homologien) und Irrtümern (Homoplasien) innerhalb dessen, was wir ursprünglich als homologe Merkmale angenommen haben, da auf den Ästen des Kladogrammms die Modifikationen der Merkmale angesiedelt sind (Abb. 19). Wenn wir die Hypothese einer Homologie zwischen dem Flügel einer Fledermaus und dem eines Vogels aufgestellt hätten, würde der sparsamste Wirbeltierstammbaum, der aufgrund Dutzender weiterer Merkmale aufgestellt worden ist, zeigen, dass diese Flügel zweimal unabhängig voneinander entstanden sind: einmal auf dem Ast der Fledermaus (Abb.

Daher wird das Auftreten eines Kiefers bei allen vier Arten mit 0 codiert. Nur das Auftreten eines Kiefers ermöglicht es somit nicht, zwei der drei Arten der Untersuchungsgruppe abzugrenzen und stellt somit für die vorliegenden Untersuchingsprobe ein nicht-informatives Merkmal dar. Das zweite Merkmal, die Art der paarigen Anhänge, wird bei der Forelle, da sie paarige Anhänge – allerdings in Form von Strahlenflossen (ursprünglicher Zustand) – besitzt, mit 0 codiert. Mensch, Fledermaus und Vogel haben alle paarige Anhänge, und zwar in Form von Laufbeinen.

Im Gegensatz zu einer in der fachkundigen Öffentlichkeit ziemlich verbreiteten falschen Vorstellung müssen die Sequenzdaten nicht unbedingt mithilfe der Distanzmethoden analysiert werden, sondern können uneingeschränkt mit dem kladistischen Ansatz bearbeitet werden. Anwendung der „UPGMA-Methode“ Der Algorithmus lässt sich folgendermaßen zusammenfassen: 1. In der Distanz-Matrix müssen die Taxa i und j gefunden werden, für die die Distanz d am kleinsten ist. 2. Die Wurzel wird im gleichen Abstand zu i und j gesetzt – dies entspricht dij/2.

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