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Erinnerung-Reflexion-Geschichte: Erinnerung aus by Margret Dörr, Heide Felden, Regina Klein, Hildegard Macha,

Posted On March 24, 2017 at 11:30 am by / Comments Off on Erinnerung-Reflexion-Geschichte: Erinnerung aus by Margret Dörr, Heide Felden, Regina Klein, Hildegard Macha,

By Margret Dörr, Heide Felden, Regina Klein, Hildegard Macha, Winfried Marotzki

Margret Dorr, Heide von Felden, Regina Klein, Hildegard Macha, Winfried Marotzki Die beschleunigte Veranderungsdynamik der modernen Gesellschaften hat dazu gefuhrt, dass Menschen sich in neuer Weise der eigenen Selbstbilder und Iden- taten durch Ruckgriff auf die Vergangenheit und die Archivierung von Erin- rungen zu versichern suchen. Derzeit haben Konzepte wie Erinnerungskultur," kommunikatives Gedachtnis," kulturelles Gedachtnis," globales Gedachtnis" wissenschaftlich und in der offentlichen Debatte Konjunktur. Die Biographief- schung wie die Psychoanalyse resp. die Psychoanalytische Padagogik sind durch diese Entwicklungen in unterschiedlicher Weise herausgefordert, zum wiss- schaftlichen Austausch beizutragen, aber auch ihre eigenen Vorstellungen, - grifflichkeiten und Theorien zu reflektieren. Dazu fordern z. B. die neueren - gebnisse der Neurowissenschaften auf (vgl. Koukkou/Leuzinger-Bohleber/M- tens 1998; Roth 2001), als auch die zur Zeit in der Biographieforschung aktuelle Frage zum Verhaltnis von Trauma, Erinnerung und transgenerationeller Weit- gabe (vgl. Rosenthal 1995) sowie zum challenge falscher" Erinnerungen (vgl. Loftus 2003). Dass das menschliche Subjekt seine Welt, seine Beziehungen zu sich selbst und zu anderen, seine Gefuhle und seine Empfindungen durch seine Narrationen konstituiert, ist wohl fur beide Forschungsrichtungen gleichermassen gultig. Durch die shape der Narration transformiert der Mensch naturliche Zeit in menschliche Zeitlichkeit und entdeckt so, wer und was once er zwangslaufig gewesen sein muss, um zu demjenigen geworden zu sein, der er nun ist und eines Tages vielleicht sein wird. Hierbei spielt der Ruckgriff auf die Vergangenheit und die Archivierung von Erinnerungen eine wesentliche Rolle

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56 Regina Klein Forschungsleitend sind die Fragen: Wie sieht die subjektive Auslegung und Verarbeitung der gesellschaftlichen Realität aus? Welche spezifischen Logiken, welche überindividuellen Sinnmuster sind in den individuellen Konstruktionsprozessen zu finden? Bei den Antworten, die aus biografischen Erzählungen herauskristallisiert werden, mischen sich individuelle und kollektive Erfahrungsverarbeitungsräume, Wandlungsprozesse und Verlaufskurven, persönliche und soziale Wissensformen. Solche Formulierungen spielen – in der Lesart der Cultural Studies – auf kulturtheoretische Aspekte an.

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