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Friedrich der Große: Der König und seine Zeit by Johannes Kunisch

Posted On March 23, 2017 at 3:25 pm by / Comments Off on Friedrich der Große: Der König und seine Zeit by Johannes Kunisch

By Johannes Kunisch

Friedrich der Große - die lange erwartete Biographie

"Die Schicksale von Völkern und Staaten, die Richtungen von ganzen Civilisationen" können daran hängen, daß "Ein außerordentlicher Mensch durch seine abnorme Willenskraft magischen Zwang um sich verbreitet". Mit diesen berühmten Worten portraitiert Jacob Burckhardt Friedrich den Großen in seinen Weltgeschichtlichen Betrachtungen. Nun liegt seit langer Zeit wieder eine gültige Biographie des Preußenkönigs vor, die nicht nur die so überaus komplexe Persönlichkeit Friedrichs sensibel auslotet, sondern zugleich mit souveräner Meisterschaft in die Geschichte des 18. Jahrhunderts einführt.
Keine andere Gestalt der preußischen Geschichte hat mehr Widerspruch und Faszination hervorgerufen als Friedrich der Große. Er ist unbestreitbar das Genie unter Preußens Herrschern und zugleich die Inkarnation all dessen, was once an Preußen fragwürdig, unheilvoll und geradezu dämonisch erscheint.
Nach langer Zeit liegt nun wieder eine Friedrich-Biographie auf dem neuesten Stand der Forschung vor. Johannes Kunisch schildert in seinem stylish geschriebenen Buch das Leben des Königs und die Epoche des Ancien Régime, an deren Ende, nur wenige Jahre nach Friedrichs Tod, mit der Französischen Revolution ein neues Zeitalter beginnen wird. Auf der Grundlage jahrzehntelanger eigener Forschungen portraitiert er anschaulich den König und den Staatsmann, den Feldherrn und den Philosophen, den Schöngeist und den "privaten" Friedrich. Jenseits aller ideologischen Vereinnahmungen wird der König dabei als ein Herrscher lebendig, der sich in den Bahnen seines Jahrhunderts bewegte, aber zugleich in vielen Bereichen, wie etwa der Rechtsprechung, der Staatsauffassung oder der Frage der Toleranz, erstaunlich sleek conflict.

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25] Es war offensichtlich der Ehrgeiz der Königin, durch die Verbindung ihrer Kinder mit den welfischen Verwandten wieder etwas an dem Glanz und der Lebensfreude zu partizipieren, die sie in der Kargheit des Berliner Hofs so schmerzlich vermißte. Dabei zog sie frühzeitig schon die beiden Kinder ins Vertrauen und nahm sie in einem intriganten Spiel von vornherein gegen die Pläne des Königs ein. Alles deutet indes darauf hin, daß der Kronprinz in dieser Affäre eine eigenständige Rolle noch nicht gespielt hat.

Aber alle diese von Duhan mit so viel Nachdruck und Anteilnahme vermittelten Bildungseindrücke führten – so präsent sie auch blieben – nur zu einem Sachkundewissen, das den Heranwachsenden in seinem Inneren nicht erreichte und als Persönlichkeit nicht zu prägen vermochte. [8] Es scheint, daß Friedrich auch als König aus diesem Fundus schöpfte, wenn es galt, andere mit ihren eigenen Waffen zu schlagen und der Lächerlichkeit preiszugeben. In den Instruktionen des Königs wie auch seines Vaters findet sich überdies eine Fülle von Hinweisen auf das auch für preußische Prinzen anzumahnende Tugendideal des honnête homme.

So fällt auf, daß die überstürzte, unzureichend vorbereitete und angesichts einer verschärften Bewachung geradezu waghalsige Durchführung der Flucht den ohnehin latenten Argwohn des Vaters wachrufen mußten. Auch der auffällige rote Rock, den Friedrich in den Morgenstunden des schicksalhaften 5. August trug und dessen Farbe dem Vater generell ein Dorn im Auge war, könnte als Indiz dafür gewertet werden, daß hier lediglich ein Kräftemessen und keine Trennung beabsichtigt war. Als besonders fatal erwies sich jedoch, daß der Brief, in dem Friedrich seinem Komplizen Katte seine Fluchtabsichten erläuterte, so unzureichend adressiert war, daß er dem namensgleichen Vetter des Freundes ausgehändigt wurde.

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