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Nero. Zweitausend Jahre Verleumdung. Die Biographie by Massimo Fini

Posted On March 24, 2017 at 1:13 pm by / Comments Off on Nero. Zweitausend Jahre Verleumdung. Die Biographie by Massimo Fini

By Massimo Fini

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Schließlich war die Romanisierung auch kulturell nur langsam vorangekommen, oder sagen wir lieber: Sie haĴe eigentlich noch gar nicht begonnen. Kurz und gut, Britannien war von Grund auf schlecht regiert worden, dafür mußte man jetzt bezahlen. Zunächst wurde Camulodunum von den Aufständischen angegriffen. Der unfähige Prokurator Decianus, der sich in Londinium (London) aufhielt, schickte nur zweihundert Mann Verstärkung, die gemeinsam mit der kleinen Garnison und Tausenden von Kolonisten massakriert wurden.

Als Legaten stellte er sie sogar den StaĴhaltern der Provinzen zur Seite und organisierte auf diese Weise auch die entlegensten Verwaltungen nach dem Vorbild der Zentrale. Der AuĠau und die Konsolidierung eines funktionierenden staatlichen Verwaltungsapparates waren sein Werk, ohne ihn wäre das Reich zusammengebrochen wie ein Körper ohne Wirbelsäule. Da Nero im Unterschied zu Claudius, der es zu Fehlentwicklungen kommen ließ, die kaiserlichen Funktionäre mit fester Hand führte, respektierten diese ihre Grenzen 33 Massimo Fini – Nero und beschränkten sich auf die ihnen übertragenen Aufgaben.

Nach Claudius‘ Tod verfaßte er für Nero die Trauerrede auf seinen Stiefvater, brachte aber gleichzeitig, wie schon erwähnt, unter dem Titel Apokolokyntesis divi Claudii (Die Verkürbissung des Kaisers Claudius) ein grobes, vulgäres Pamphlet in Umlauf, indem er den verstorbenen Kaiser nicht zuletzt wegen seiner physischen Defekte erbarmungslos verspoĴete. Diese SchmähschriĞ war gleichzeitig auch als Warnung an die Adresse der Gefolgsleute von Claudius‘ Sohn Britannicus und an Agrippina gedacht, die – Ironie des Schicksals – offiziell für den Kult des »göĴlichen Claudius« zuständig war.

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